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Silke Blesl
Praxis für Psychotherapie
Mit staatlicher Zulassung nach dem Heilpraktiker-Gesetz

    Was unterscheidet Beratung von Psychotherapie?  

Beratung: Bei einer psychologischen Beratung wird in der Regel ein klar umrissener Sachverhalt ins Zentrum gerückt. Es kann sich z.B. um die Abklärung der Berufswahl, einen privaten oder beruflichen Konflikt, Erziehungsfragen,  etc. handeln.  

Psychotherapie: Der Begriff Psychotherapie kommt aus dem Griechischen und heißt Behandlung, Pflege und Heilung. Psyche ist ebenfalls griechisch und bedeutet Seele. Psychotherapie dient also der Heilung der Seele. Im Unterschied zu einer Beratung werden in der Psychotherapie  seelische Leiden behandelt, welche die ganze Person betreffen.

Was versteht man unter Systemischer Therapie, Verhaltenstherapie und Gesprächspsychotherapie?

Systemische Therapie: Systemische Therapie und Beratung begreift menschliches Handeln als ein Handeln in sozialen Systemen. Solche Systeme setzen sich ganz unterschiedlich zusammen, als Familie, als Paar, als Kollegenkreis am Arbeitsplatz, Freundeskreis und vieles mehr. Da wir uns ständig in sozialen Bezügen bewegen, kann unser Handeln und unser Erleben nicht unabhängig voneinander gesehen werden. Wir beeinflussen uns ständig gegenseitig. Dadurch bilden sich mit der Zeit ganz unbewusst und ohne eigenes Wollen Verhaltens- und Interaktionsmuster aus, die nach festen, vorhersagbaren Regeln funktionieren, von den Beteiligten meist aber nicht erkannt werden. Somit ist die Entstehung von Schwierigkeiten und Problemen im sozialen Miteinander zu suchen und folglich auch deren Lösung. Aus diesem Grund werden in der Systemischen Therapie alle Beteiligten eines Systems (z.B. einer Familie) in die Therapie mit einbezogen. Dies kann in der Weise geschehen, dass alle an den Sitzungen teilnehmen oder dass der Einfluss aller am System Beteiligten beachtet und thematisiert wird. Wie arbeitet die Systemische Therapie? In der Systemischen Therapie und Beratung wird also nicht der Einzelne als "gestört", als krank oder gar als Schuldiger angesehen, sondern die in einem System vorherrschenden Sichtweisen, Interaktionsmuster, Ideen oder inneren Bilder, die nicht oder nicht mehr funktional sind, werden mit der Entstehung der vorhandenen Schwierigkeiten und Probleme in Verbindung gebracht. Indem diese Interaktionsmuster, Ideen oder inneren Bilder, die ja in der Regel nicht bewusst sind, sichtbar gemacht werden, entsteht die Möglichkeit von Veränderung. In den Sitzungen wird dieses Erkennen und Sichtbarmachen erarbeitet. Ziel der Therapie ist eine Erweiterung der Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen und des Gesamtsystems. Systemische Therapeuten arbeiten ressourcenorientiert. Der Therapeut  versucht, die bisherigen Muster und Vorannahmen in Frage zu stellen und regt andere Sichtweisen an, um neue Interpretationsvarianten und Interaktionsregeln zu ermöglichen. Dabei nutzt er besondere Gesprächstechniken, beispielsweise das Umdeuten als die Kunst, etwas "in einen anderen Rahmen zu stellen", oder zirkuläre Fragen, durch die Menschen angeregt werden, ihre eigenen handlungsleitenden Annahmen über Beziehungen und ihre Einschätzungen der Motive und Prämissen der anderen auszusprechen und damit zur Diskussion zu stellen. Um Beziehungen erfahrbar zu machen, kann der Therapeut auch  Skulpturen stellen lassen.  Wahrnehmungen und Bewertungen können auch verändert werden durch den Gebrauch von Bildern und Metaphern. Systemische Therapeuten sehen sich nicht als die Experten, die die Diagnose stellen und die Lösung vorgeben. Sie führen vielmehr einen neugierigen und respektvollen Dialog mit ihren Klienten, einem Einzelnen, einem Paar,  einer Familie oder einem Team, um sie darin zu unterstützen, Blockaden in ihrer Entwicklungsdynamik aufzulösen und neue Perspektiven und befriedigendere Muster des Zusammenlebens zu entwickeln.  

Verhaltenstherapie :  Sie legt mehr Gewicht auf die Veränderung der Gegenwart als auf die Aufarbeitung der Vergangenheit. In der Verhaltenstherapie führen Therapeut und Klient zusammen eine genaue Analyse der Probleme durch, die als Lerngeschichte aus der Vergangenheit gesehen werden kann. Problematisch ist ein Verhalten dann, wenn es aktuellen Erfordernissen nicht mehr gerecht wird. In anderen Fällen konnte in der Vergangenheit angemessenes Verhalten mangels Fähigkeiten oder geeigneter Handlungsmodelle nie oder nur unzureichend erlernt werden. (Fehl)-Verhaltensweisen und verzerrte Denkmuster werden in der Therapie systematisch identifiziert und durch günstigere ersetzt. Die Verhaltenstherapie verfügt zur Erreichung von Veränderungen und anvisierten Lösungen, neben dem Gespräch, über eine Vielzahl von bewährten Verfahren, die zum Teil auch außerhalb der Therapiesitzungen oder als Hausaufgaben im Anschluss an die Therapiesitzungen durchgeführt werden. Methoden der Verhaltenstherapie sind, je nach Beschwerden, die Vermittlung von Techniken der Angstbewältigung, wie z. B. Desensibilisierung, verschiedene Konfrontationsverfahren, Techniken der Kontrolle von unerwünschten Verhalten, Strategien der Selbstkontrolle und kognitive Therapieverfahren. Jede Verhaltenstherapie zielt darauf ab, neue Einstellungen und Verhaltensweisen zu erarbeiten, die eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Der Begriff Verhaltenstherapie steht nicht für einen therapeutischen Ansatz, sondern für eine Gruppe von recht verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren. Vereinfacht erklärt, gehen alle Verhaltenstherapeuten davon aus, dass psychische Störungen auf einem erlernten Verhalten beruhen und somit wieder verlernt werden können. Unter Verhalten werden hier nicht nur nach außen hin sichtbare Verhaltensweisen, sondern auch innere Prozesse wie Denken und Gefühle verstanden.

Gesprächspsychotherapie: Die Verbindung von Klient und Therapeut sollte geprägt sein von Echtheit (Kongruenz), Offenheit und Empathie (urteilsfreie Anteilnahme). Im Mittelpunkt der Therapie stehen der Klient und sein Selbstkonzept. Ein Mensch hat von sich selbst bestimmte Vorstellungen, wie er ist und wie er gerne sein möchte. Das ist sein Selbstkonzept. Die tatsächlichen Erlebnisse und Handlungsweisen des Einzelnen stimmen häufig mit diesem Selbstkonzept nicht überein. Und dieses Handeln in Nichtübereinstimmung führt zu einem Bruch im Selbstkonzept. Der Mensch fühlt sich dann „nicht echt“. In der Gesprächspsychotherapie wird versucht, solche „Brüche“ im Selbstkonzept aufzudecken. In einer warmen, von Achtung und Anteilnahme geprägten Atmosphäre, werden die Probleme in einem offenen Gespräch herausgearbeitet. Eine Bewertung findet nicht statt.
Der Therapeut begegnet der Erlebnis- und Gedankenwelt seines Klienten mit Respekt und Einfühlungsvermögen und versucht, die Welt mit dessen Augen zu sehen. Er bringt sein Wissen und Können als ein Angebot in die Begegnung ein. Klient und Therapeut streben eine vertrauensvolle Beziehung an. Der Klient bestimmt im Wesentlichen Inhalt und Verlauf der Therapiesitzung, er spricht über das, was für ihn das Wichtigste ist.
Ziel der gemeinsamen Arbeit ist die Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, und die Wahrnehmung des Klienten so zu verändern, dass er seinen Konflikt erkennt und daraus ein anderes Verhalten entwickeln kann. So werden die Symptome des Klienten über ein verändertes Verhalten beseitigt.
Wenn Wunsch und Wirklichkeit, das Idealbild und die realen Fähigkeiten der Person, sich näher kommen, wird das Leben realistischer wahrgenommen.

© 2017 Silke Blesl, 0179 - 59 71 214

 

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